Freitag, 4. Juli 2008

Wettfieber im Netz

Vergessen Sie herkömmliche Fußball-, Pferdewetten oder sonstwie geartete Lotterien. Im Internet entwickelt sich die Wettbranche geradezu explosionsartig und soll sich in Europa bis 2010 verdreifachen. Weltweiter Branchenprimus ist der britische Anbieter Betfair mit 1200 Mitarbeitern und erwirtschafteten Erträgen von umgerechnet 230 Millionen Euro. Laut einer Forsa- Erhebung von 2008 beteiligen sich rund 2,2 Millionen Deutsche an Wetten oder Glücksspielen im Internet. Am beliebtesten ist nach wie vor das gute, alte Zahlenlotto. Sportwetten folgen gleich dahinter: Fußball, Hockey, Volleyball, Tennis, Motorsport, aber auch auf Schach oder Tischtennis wird gesetzt. In Italien gibt es Einschränkungen zum Online-Wettspaß: Die Behörde der staatlichen Monopole (AAMS) zwingt die Provider (Telecom, Fastweb, usw.), den Zugang zu den in ihrer schwarzen Liste geführten Seiten (Portale, die nicht eine für Italien gültige Lizenz besitzen - mittlerweile sind es schon über 1300) zu sperren. Zu den von Italien aus zugänglichen Wettportalen gehören bwin.de und interwetten.de. Wie wettet man online? Man muss sich zunächst auf der Seite registrieren, persönliche Daten wie Anschrift und Geburtsdatum angeben und erhält dann Zugang zum Online-Wettangebot. Das Geld zahlt man vorher auf sein Wettkonto beim Anbieter ein. Meist erhält man außerdem als Neukunde einen „Willkommensbonus“ auf sein Wettkonto gutgeschrieben. Immer mehr wird bei Sportwetten direkt ins Detail gezockt: Während man etwa früher beim Fußball nur auf das Endergebnis tippen konnte, kann man jetzt auf alle erdenklichen Ereignisse des Spiels wetten, auf die Anzahl der gelben Karten oder wer das erste Tor schießt. Besonders beliebt sind „Live-Wetten“: Dabei gibt man beim laufenden Match seine Tipps ab. Kein Bock auf Sportwetten? Auch zu TV-Shows wie „Germanys Next Top-Model“, „Big Brother“ oder politische Ereignisse wie die US-Präsidentschaftswahl können online Wett-Tipps abgegeben werden. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

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Mittwoch, 2. Juli 2008

Das perfekte Blatt

Bei der WSOP (World Series Of Poker; die wichtigsten Pokerturniere der Welt, die alljährlich in Las Vegas ausgetragen werden) gab es 2003 eine entscheidende Wende: in jenem Jahr gewann ein gewisser Chris Moneymaker (ein Name – ein Programm) das Hauptturnier. Es war das erste Mal, dass ein durch Onlinepoker qualifizierter Spieler das mehrere Millionen US-Dollar schwere Preisgeld und das heißbegehrte goldene Armband abräumte. Innerhalb von drei Jahren haben sich die WSOP-Teilnehmer verzehnfacht und die vielen Onlinepokerräume haben maßgeblich dazu beigetragen. Schließlich wurde aber auch Europa vom Pokerfieber erfasst.
Wie pokert man online? Die meisten Onlinepokerräume können nur mittels einer eigenen, kostenlosen Software betreten werden. Dort kann man dann entscheiden, ob man fiktives Spielgeld oder echtes Geld einsetzen will. Wie bei allen anderen Online-Games ist es gut möglich, dass die Spieler am Tisch von unterschiedlichen Ländern der Welt stammen. Im Gegensatz zum traditionellen Poker fällt beim Onlinepoker die Interpretation der Körpersprache weg, weil man dem Gegner nicht körperlich gegenübersitzt. Während man beim realen Poker noch erkennen kann, ob einer zu schwitzen beginnt oder einen nervösen Tick bekommt, wenn es eng wird, muss man beim virtuellen Spiel mehr auf die Karten achten, die gespielt werden oder auf die Reaktionszeit. Wer die Pokerstrategien erlernen will, dem bietet Onlinepoker die Möglichkeit, schnell und günstig Erfahrungen zu sammeln. Nebenbei sind auf Onlinepokerseiten häufig regelrechte Spielschulen zu finden.
In den nächsten Jahren wird voraussichtlich das Pokerspiel für Mobile Geräte wie Handys und PDA’s groß heraus kommen. Beliebte Onlinepokerseiten: pokerstars.de, partypoker. com, fulltiltpoker.com, titanpoker.com. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Nächste Ausgabe: Sport- und andere Wetten im Internet.