Mittwoch, 2. Juli 2008

Das perfekte Blatt

Bei der WSOP (World Series Of Poker; die wichtigsten Pokerturniere der Welt, die alljährlich in Las Vegas ausgetragen werden) gab es 2003 eine entscheidende Wende: in jenem Jahr gewann ein gewisser Chris Moneymaker (ein Name – ein Programm) das Hauptturnier. Es war das erste Mal, dass ein durch Onlinepoker qualifizierter Spieler das mehrere Millionen US-Dollar schwere Preisgeld und das heißbegehrte goldene Armband abräumte. Innerhalb von drei Jahren haben sich die WSOP-Teilnehmer verzehnfacht und die vielen Onlinepokerräume haben maßgeblich dazu beigetragen. Schließlich wurde aber auch Europa vom Pokerfieber erfasst.
Wie pokert man online? Die meisten Onlinepokerräume können nur mittels einer eigenen, kostenlosen Software betreten werden. Dort kann man dann entscheiden, ob man fiktives Spielgeld oder echtes Geld einsetzen will. Wie bei allen anderen Online-Games ist es gut möglich, dass die Spieler am Tisch von unterschiedlichen Ländern der Welt stammen. Im Gegensatz zum traditionellen Poker fällt beim Onlinepoker die Interpretation der Körpersprache weg, weil man dem Gegner nicht körperlich gegenübersitzt. Während man beim realen Poker noch erkennen kann, ob einer zu schwitzen beginnt oder einen nervösen Tick bekommt, wenn es eng wird, muss man beim virtuellen Spiel mehr auf die Karten achten, die gespielt werden oder auf die Reaktionszeit. Wer die Pokerstrategien erlernen will, dem bietet Onlinepoker die Möglichkeit, schnell und günstig Erfahrungen zu sammeln. Nebenbei sind auf Onlinepokerseiten häufig regelrechte Spielschulen zu finden.
In den nächsten Jahren wird voraussichtlich das Pokerspiel für Mobile Geräte wie Handys und PDA’s groß heraus kommen. Beliebte Onlinepokerseiten: pokerstars.de, partypoker. com, fulltiltpoker.com, titanpoker.com. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Nächste Ausgabe: Sport- und andere Wetten im Internet.