Freitag, 29. August 2008

Im Netz gefangen: Online-Betrügereien

Das Internet eröffnet als revolutionäres Medium unserer Tage ungeahnte Möglichkeiten – hat sich jedoch auch zu einem bevorzugten Tummelplatz für Trickbetrüger, Gauner und dreiste Geschäftemacher etabliert. Einige Beispiele gefällig? Der in einem E-Mail enthaltene Link führt zu einer authentisch aussehenden Website wo man aufgefordert wird, Passwort bzw. Kreditkartennummer einzutragen, um diese nochmals „zu bestätigen“. Diese Seite hat jedoch nichts mit der Bank oder Post zu tun, sondern dient einzig und allein zum „Phishing“ und Missbrauch von Daten. So schnell wird man zum „Phishing-Opfer“, also Datenklau-Geleimter. Nach Beobachtungen von Norton- Antivirus Hersteller Symantec ist die Anzahl der Phishing-Attacken um 167 Prozent gestiegen. Auch vor sog. „Trojanern“ soll man sich in Acht nehmen, denn immer häufiger trifft man beim Surfen auf gefälschte Werbebanner bekannter Marken. Völlig unbemerkt wird beim Anklicken ein Programm auf dem eigenen PC installiert, das den Dieben Passwörter oder Bankdaten vermittelt. Wie kann man sich dagegen schützen? Eine anständige Antivirus-Software und eine Firewall schaffen Abhilfe gegen derlei dreisten Datenklau. Mittlerweile gibt es unzählige Fallen, die auf unvorsichtige Internet-Surfer warten. Vor nicht übertragbaren oder gefälschten Reisegutscheinen, Software-Raubkopien und Plagiaten aller Art wimmelt es regelrecht. Auch bekannte Unternehmen sind längst nicht vor Betrügereien gefeit: Die Versteigerungsplattform eBay wurde von Luis Vuitton verklagt und zu 40 Mio. Euro Schadenersatz verurteilt. Grundsätzlich gilt: Gratis gibt’s nicht. Besonders bei Handyservices und Partnerschaftsvermittlungen sollte man aufpassen. Die EU-Kommission für Verbraucherschutz bemängelt bei 80 Prozent der Internetseiten für Handyservices (Klingeltöne, Hintergrundbilder, usw.) undurchsichtige Preise oder irreführende Vertragsbedingungen. Meist ist nur die erste Benutzung kostenlos, danach werden saftige Gebühren berechnet. Oft schließt man völlig ahnungslos ein Abo ab. Die AGB‘s sollten daher immer akribisch durchgelesen werden.

Nächste Ausgabe: Online-Versicherungen

Dienstag, 12. August 2008

Schöne neue Shopping-Welt

Wem die Fahrt zum Einkaufszentrum zu lang ist, die Suche nach einem Platz im Parkhaus den letzten Nerv kostet, wer überfüllte Geschäfte mit gelangweilten Verkäufern lieber schließen würde, den Wühltisch nicht mit Kaufsüchtigen teilen will und keine Lust hat, schwere Taschen zu schleppen, dem sei Online Shopping wärmstens ans Herz gelegt. Internet Shops könnte man auch als Nachfolger des Versandkatalog- Zeitalters ansehen. Natürlich existieren Quelle & Co. immer noch, aber die dahinter stehenden Unternehmen mussten sich in der Zwischenzeit auch im Internet profilieren, um nicht mit wehenden Fahnen unterzugehen. So schreibt man dieser Tage nicht mehr den Bestellcode der gewünschten Artikel auf einen Bestellschein, sondern prüft bequem surfend die gewünschten Produkte, legt sie einfach in den Warenkorb, gibt seine Daten und die Kreditkartennummer ein … fertig! Unverändert ist indessen, dass man nach wie vor gespannt auf das Paket wartet. Nicht vergessen: Die Geschäftsbedingungen durchlesen und kontrollieren, ob für die Seite eine sichere Verbindung verwendet wird (erkennbar an dem “https://” statt dem üblichen “http://” vor der jeweiligen Adresse). Von mir empfohlene Hot Links: Für jene, die nur kaufen, wenn sie garantiert den billigsten Preis gefunden haben: guenstiger.de, geizkragen.de, shopping.google.com. Ein neues Handy gefällig? telefonino.net bietet eine tolle Suchfunktion, um das geeignete Mobiltelefon zu finden. Will man ein neues Auto kaufen oder auch nur die Autopreise vergleichen, dann ist das überwältigende Angebot autoscout.de ein Muss. Wer Bücher, Musik oder DVDs sucht, wird bei amazon.de (verkaufte Weihnachten 2006 mehr als 108 Millionen Artikel) oder bol.it selten nicht fündig, und Musiker haben online die wahrscheinlich größte Auswahl an Instrumenten und Zubehör bei thomann.de. Ständig wachsend ist das Onlineangebot an Bekleidung, worüber ich nächste Woche ausführlich berichten werde. Kleiner Appetitanreger im Voraus: die virtuelle Boutique yoox.com.

Nächste Ausgabe: Mode im Netz

eBay – Wie werde ich Verkäufer?

Der Staubfänger, den man von der Tante geschenkt bekommen hat, der Fehlkauf beim Sommerschlussverkauf, ein doppeltes Weihnachtsgeschenk, ein Buch über Außersuldner Fresken während eines Maturaballs beim Loseziehen gewonnen … Wer kennt das nicht? Es spielt keine Rolle, ob die Gegenstände wertvoll sind oder nicht: Wegwerfen kommt nicht in Frage, denn irgendwo gibt es bestimmt jemanden, der gerade eine solche Vase sucht oder genau das Aufladegerät jenes alten Handys braucht. Für jene, die keine Lust haben, schon um 5 Uhr morgens Schlange zu stehen, um einen Stellplatz am Flohmarkt zu ergattern, bietet das Internetauktionshaus eBay die beste Alternative. 276 Millionen angemeldete Mitglieder haben im Jahr 2007 über 2,3 Milliarden Artikel auf eBay versteigert. Und so funktioniert es: Einfach auf ebay.de oder ebay.it einschreiben und ein Verkäuferkonto eröffnen. Wichtig: Lesen Sie sich die Geschäftsbedingungen und die Rechte der Käufer und Verkäufer gut durch. Richten Sie ein PayPal-Konto ein (paypal.com). Es ist zwar optional, aber es ist trotzdem empfehlenswert, um die Verkaufschancen zu steigern und vertrauenswürdiger zu erscheinen. Knipsen Sie ein aussagekräftiges Foto vom Artikel, verfassen Sie eine möglichst präzise Beschreibung, bestimmen Sie die Versandkosten (die bezahlt der Käufer) und den Startpreis. Achtung: Je höher der Startpreis desto höher die Angebotsgebühr, dasselbe gilt für den Endpreis. Keine Verkaufsprovision zahlt man für nicht verkaufte Artikel. Kostenpflichtig ist außerdem jedes weitere Bild, wenn man den Artikel in mehr als eine Kategorie auflisten oder besondere Formatierungen im Angebot (Fettschrift, Rahmen usw.) haben möchte. Wenn auch das erledigt ist, kann man loslegen: Stellen Sie den Artikel ins Netz. Ein Tipp: nicht nervös werden, wenn tagelang kein Gebot für Ihren Artikel eingeht, meist geht erst gegen Ende der Auktion die Post ab.

Nächste Ausgabe: Online Shopping

Freitag, 4. Juli 2008

Wettfieber im Netz

Vergessen Sie herkömmliche Fußball-, Pferdewetten oder sonstwie geartete Lotterien. Im Internet entwickelt sich die Wettbranche geradezu explosionsartig und soll sich in Europa bis 2010 verdreifachen. Weltweiter Branchenprimus ist der britische Anbieter Betfair mit 1200 Mitarbeitern und erwirtschafteten Erträgen von umgerechnet 230 Millionen Euro. Laut einer Forsa- Erhebung von 2008 beteiligen sich rund 2,2 Millionen Deutsche an Wetten oder Glücksspielen im Internet. Am beliebtesten ist nach wie vor das gute, alte Zahlenlotto. Sportwetten folgen gleich dahinter: Fußball, Hockey, Volleyball, Tennis, Motorsport, aber auch auf Schach oder Tischtennis wird gesetzt. In Italien gibt es Einschränkungen zum Online-Wettspaß: Die Behörde der staatlichen Monopole (AAMS) zwingt die Provider (Telecom, Fastweb, usw.), den Zugang zu den in ihrer schwarzen Liste geführten Seiten (Portale, die nicht eine für Italien gültige Lizenz besitzen - mittlerweile sind es schon über 1300) zu sperren. Zu den von Italien aus zugänglichen Wettportalen gehören bwin.de und interwetten.de. Wie wettet man online? Man muss sich zunächst auf der Seite registrieren, persönliche Daten wie Anschrift und Geburtsdatum angeben und erhält dann Zugang zum Online-Wettangebot. Das Geld zahlt man vorher auf sein Wettkonto beim Anbieter ein. Meist erhält man außerdem als Neukunde einen „Willkommensbonus“ auf sein Wettkonto gutgeschrieben. Immer mehr wird bei Sportwetten direkt ins Detail gezockt: Während man etwa früher beim Fußball nur auf das Endergebnis tippen konnte, kann man jetzt auf alle erdenklichen Ereignisse des Spiels wetten, auf die Anzahl der gelben Karten oder wer das erste Tor schießt. Besonders beliebt sind „Live-Wetten“: Dabei gibt man beim laufenden Match seine Tipps ab. Kein Bock auf Sportwetten? Auch zu TV-Shows wie „Germanys Next Top-Model“, „Big Brother“ oder politische Ereignisse wie die US-Präsidentschaftswahl können online Wett-Tipps abgegeben werden. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

Nächste Ausgabe: Fotos online drucken.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Das perfekte Blatt

Bei der WSOP (World Series Of Poker; die wichtigsten Pokerturniere der Welt, die alljährlich in Las Vegas ausgetragen werden) gab es 2003 eine entscheidende Wende: in jenem Jahr gewann ein gewisser Chris Moneymaker (ein Name – ein Programm) das Hauptturnier. Es war das erste Mal, dass ein durch Onlinepoker qualifizierter Spieler das mehrere Millionen US-Dollar schwere Preisgeld und das heißbegehrte goldene Armband abräumte. Innerhalb von drei Jahren haben sich die WSOP-Teilnehmer verzehnfacht und die vielen Onlinepokerräume haben maßgeblich dazu beigetragen. Schließlich wurde aber auch Europa vom Pokerfieber erfasst.
Wie pokert man online? Die meisten Onlinepokerräume können nur mittels einer eigenen, kostenlosen Software betreten werden. Dort kann man dann entscheiden, ob man fiktives Spielgeld oder echtes Geld einsetzen will. Wie bei allen anderen Online-Games ist es gut möglich, dass die Spieler am Tisch von unterschiedlichen Ländern der Welt stammen. Im Gegensatz zum traditionellen Poker fällt beim Onlinepoker die Interpretation der Körpersprache weg, weil man dem Gegner nicht körperlich gegenübersitzt. Während man beim realen Poker noch erkennen kann, ob einer zu schwitzen beginnt oder einen nervösen Tick bekommt, wenn es eng wird, muss man beim virtuellen Spiel mehr auf die Karten achten, die gespielt werden oder auf die Reaktionszeit. Wer die Pokerstrategien erlernen will, dem bietet Onlinepoker die Möglichkeit, schnell und günstig Erfahrungen zu sammeln. Nebenbei sind auf Onlinepokerseiten häufig regelrechte Spielschulen zu finden.
In den nächsten Jahren wird voraussichtlich das Pokerspiel für Mobile Geräte wie Handys und PDA’s groß heraus kommen. Beliebte Onlinepokerseiten: pokerstars.de, partypoker. com, fulltiltpoker.com, titanpoker.com. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Nächste Ausgabe: Sport- und andere Wetten im Internet.

Freitag, 13. Juni 2008

Online Games

Es gibt zwei Arten von Online-Spielen: jene, die mit Hilfe einer downloadbaren Software (Client) und jene, die direkt durch den Web-Browser benutzt werden können.
Letztere haben den Vorteil, dass man sie von jedem Computer mit Internetzugang aus spielen kann. Die clientbasierten Spiele hingegen bestechen durch bessere Interaktivität und aufwändiger gestaltete Multimedia-Optionen. Immer populärer werden sog. MMOG (Massen-Mehrspieler-Online-Gemeinschaftsspiele). Diese bieten eine persistente, virtuelle Welt an und können von mehreren Tausenden Spielern gleichzeitig via Internet gespielt werden. Meist handelt es sich hier um Aufbau-, Strategie- oder um Rollenspiele. Was kostet dieser Spaß? Zumeist ist nicht nur die Software kostenpflichtig, sondern es werden außerdem auch monatliche Gebühren fällig (zwischen 10 und 22 Euro). Dennoch sind diese Games ein wahrer Renner: „World of Warcraft“ – eines der erfolgreichsten MMOG aller Zeiten – zählte Anfang 2008 über zehn Millionen Spieler!
Kein Wunder, wenn dabei gleichzeitig das Thema „Spielsucht im Internet“ akut wird. Wer hingegen kostenlos einfache Online-Spiele ausprobieren will, sollte einmal bei www.flyordie.com reinschauen.
Ähnlich wie in einem Chatroom kann man dort in verschiedenen Räumen einen Spieler herausfordern, etwa zu einer Partie Mühle oder Billiard. Wer nur den Computer als Gegner will, hat ebenfalls bei Geschicklichkeits-, Denksport-, Shooter- oder Sportspielen nur die Qual der Wahl, kann es kostenlos bei www.spiele-zone.de versuchen. Nostalgiker kommen dort mit altbekannten Spielen aus der ATARI-Zeit oder dem Gameboy-Zeitalter auf ihre Kosten. Die Betreiber warnen netterweise bei jedem Spiel: „Dieses Game birgt enormes Suchtpotential in sich. Spielen Sie es also nur, wenn Sie auch wirklich Zeit haben, denn es wird Sie von der Arbeit abhalten“.

Nächste Ausgabe: Pokern im Netz

Montag, 9. Juni 2008

Du meine Röhre

Noch vor 15 Jahren war die Verbreitung von selbstgedrehten Videos ein großer Aufwand. Von der Kamera mußte man sie auf VHS-Kassetten übertragen, welche dann selbstverständlich nur über einem Videorecorder abgespielt werden konnten. Wollte man mehr als nur eine Kopie davon machen, dann mußte man mit vielen Stunden Arbeit rechnen. Heute läuft alles über Bits&Bytes ab: Digitale Fotoapparate ermöglichen auch das Aufnehmen von Videos und sind mittlerweile für jedermann erschwinglich, jedes Handy hat eine Kamera integriert und die damit gedrehten Videos werden per MMS, per Bluetooth oder mit USB-Kabel sekundenschnell verteilt, versendet, veröffentlicht. Parallell zu dieser technischen Entwicklung stieg auch die Beliebtheit von Videoportalen wie YouTube („Tube“ heißt „Röhre“ und steht umgangssprachlich für Fernseher) und MyVideo. Dort kann jeder seine Filme hochladen und somit weltweit zugänglich machen. Viele nutzen diesen Dienst um die eigenen Videos dann auf seiner Website oder in einem Blog zu veröffentlichen. Die Kommentarfunktion auf diesen Videoportalen machen daraus auch einen Social Network mit dazugehöriger Community. Neben selbstgemachten Videos findet man auch Filmausschnitte oder Musikvideos. Als anstößig gemeldete Aufnahmen werden von YouTube-Mitarbeitern überprüft und gegebenenfalls gelöscht. Wie steht es aber mit den Urheberrechten? Das Videoportal weißt in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen darauf hin, was verboten ist, muß aber laut amerikanischem Gesetz urheberrechtlich geschützte Inhalte erst entfernen, wenn die Rechteinhaber eine Abmahnung durchgeführt haben. Nichtsdestotrotz gehören milionenschwere Schadenersatzklagen zum Alltag von YouTube & Co.

Nächste Ausgabe: Mal abschalten mit coolen Online-Games

Freitag, 30. Mai 2008

Auf Partnersuche?

Es ist paradox genug, dass ausgerechnet in der Ära der Kommunikation es immer schwieriger wird, den Partner fürs Leben zu finden. Wir rasen durch den Alltag, das Lebens- und Arbeitsumfeld wird instabiler, Mobilität und Flexibilität sind die Schlagwörter. Eine feste, jahrelange Bindung zu planen und aufzubauen ist demnach fast schon eine Zumutung. Trotzdem will keiner dauerhaft Single sein. Im Internet boomt das Geschäft mit der Einsamkeit: laut der Single- und Partnerstudie 2008 von Parship wurden im Jahre 2006 in der virtuellen Partnervermittlungs-Branche 243 Millionen Euro Umsatz gemacht, doppelt soviel wie 2005. Parship.com selbst ist Europa-Marktführer. Weitere bekannte Portale sind Elitepartner.de, FriendScout24.com oder Meetic.com. Südtiroler findet man unter 123inserate.net oder suedtirol-flirt.com. Die meisten Singlebörsen ermöglichen in der kostenlosen Variante lediglich das Erstellen eines eigenen Profils und das Stöbern in der Datenbank. Wer mit jemandem in Kontakt treten will, muss eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Die Preise dieser Abos schwanken zwischen fünf und 40 Euro im Monat. Völlig kostenlose Singlebörsen sind eher selten. Manche sind für Frauen gratis. Aber was hat das Netz dem Single konkret zu bieten? Nirgendwo treffen Suchende auf so viele andere Suchende. Um nicht allzu viel Zeit mit dem Falschen zu verschwenden, gibt es bei Singlebörsen bzw. Partnervermittlungsagenturen im Internet Filtermöglichkeiten. Haar- oder Augenfarbe, Gewicht, Hobbys, Schulabschluss... wie bei einem Autokauf lässt sich so die große Auswahl an einsamen Herzen einschränken. Schwachpunkt dieses scheinbar perfekten Systems ist jedoch genau diese kalte Präzision. All die Paare, die sich konventionell kennen- und liebengelernt haben, obwohl „sie eigentlich nicht mein Typ gewesen wäre“ oder „er so ziemlich das Letzte war, das ich mir erträumt hätte“ würden sich gegenseitig auf der Trefferliste eines Singleportal nie finden. Denn dort werden lediglich Wahrscheinlichkeiten vermittelt – keine Gefühle.

Nächste Ausgabe: Videos

Die Welt ist eine Google

Manche Marken erdrücken durch ihre schiere Marktmacht die Konkurrenz und das schlägt sich im Sprachgebrauch nieder: Triefende Nasen wollen grundsätzlich mit einem Tempo geschnäuzt werden, sportliche Zeitgenossen gehen „Rollerblades fahren“und meinen dabei Inline-Skaten,und wer das Internet mit Hilfe irgendeiner Suchmaschine durchforstet, der googelt grundsätzlich. Man darf rätseln, wie die Welt vor der Gründung von Google vor knapp sieben Jahren aussah. Nicht umsonst umreißen TV-Berichte die Allmacht der Suchmaschiene mit Titeln wie „Die Welt ist eine Google“. Mittlerweile hat Google einen Marktanteil von 66 Prozent und hat seinen schärfsten Konkurrenten Yahoo mit 13 Prozent weit hinter sich gelassen. Die wertvollste Marke der Welt anno 2007 (Marktwert 49 Milliarden Euro) ist aber weit mehr als eine schnöde Suchmaschine. Neben dem Auffinden von Webseiten, Bildern oder Videos (das Videoportal YouTube wurde 2006 von Google gekauft) kann man unter blogsearch.google.com Blogs durchforsten oder unter books.google.com eine Volltextsuche auf digitalisierte Bücher durchführen. Shopping.google.com durchsucht alle Online-Shops. Google Maps (maps.google.com) und Google Earth (earth.google.com) sind mittlerweile das Um und Auf der Kartennavigation im Internet. Es gibt außerdem eine Reihe von Tools, die den Inhabern eines (kostenlosen) Google-Kontos vorbehalten sind und zwischen mehreren Benutzern geteilt und verwaltet werden können. Da findet man einen Terminkalender (calendar.google.com), einen Feed-Reader (reader.google.com) oder ein Fotoalbum (picasaweb.google.com). Viele Internet-Nutzer hingegen geben sich mit der Eröffnung einer Google-Mailadresse zufrieden oder landen hin und wieder im coolen Chat, namentlich Google.talk. Die Adresse docs.google.com führt zu einem Webspace, wo man Dokumente (Office-, OpenOffice-, Html- und andere Dateien) ablegen, verwalten und teilen kann. Geheimtipp: versuchen Sie mal in Google 13+7 einzugeben...

Nächste Ausgabe: Partnersuche im Internet

Montag, 19. Mai 2008

Verreisen per Mausklick

Traumrouten durchplanen, Hotels vergleichen, Highlights abseits der ausgetretenen Touristenpfade ausfindig machen – das Internet hat die Reisebranche sicherlich revolutioniert. Man kann sich im Netz detailliert über den Urlaub informieren, die günstigsten Varianten „in den Warenkorb“ legen und per Mausklick buchen. Neben den Tourismusportalen der jeweiligen Reiseziele liefert z.B. Wikipedia nützliche Informationen über Land, Leute, Kultur und Sehenswürdigkeiten. Sehr beliebt sind derzeit Hotelbewertungsportale wie Holidaycheck oder Tripadvisor. Dort kann man sich ein Hotel heraussuchen und die Meinungen anderer Urlauber über die Anlage lesen. Wenn noch dazu einfache Urlaubsbilder ins Netz gestellt wurden, ergibt sich klarerweise ein authentischeres Bild von der Urlaubsdestination als in den aufgestylten Hochglanz-Werbungen.
Wen die genaue Lage des Hotels interessiert, dem sei GoogleEarth wärmstens ans Herz gelegt. Mit diesem Tool kann man mit Hilfe von Satellitenbildern und 3D-Ansichten virtuell den ganzen Globus bereisen. Wer schon Monate vorher das Treiben auf dem Times Square oder am Strand von Phuket beobachten will, findet auf earthcam.com die passenden Webcams. Ein echter Läufer, der auch im Urlaub seine Kilometer fressen will, sollte auf nikeplus.nike.com Running-Strecken in der ganzen Welt ausfindig machen, aber auch selbst seine Favouriten ins Netz stellen. Ob Petrus das Joggen überhaupt ermöglicht, lässt sich auf Portalen wie wetter.com oder wetteronline.de weltweit abchecken. Ausführlichere Infos erhält man allerdings auf den unzähligen lokalen Wetterseiten.

Nächste Ausgabe: Alle Wege führen über Google

Dienstag, 13. Mai 2008

Urlaub online oder offline buchen?

Ein Flug nach London um 1,99 €, 7 Tage Malta zu 200 €... im Internet wird man regelrecht von Urlaubsangeboten überschüttet und mit solchen Preisen schaffen es die Reiseveranstalter auch trotz Wirtschaftskrise Millionen von Menschen täglich zu überzeugen, die Koffer zu packen. Beliebte Reise- bzw. Flugbuchungsportale sind: Expedia, Opodo, lastminute.com, skyscanner.net oder natürlich Ryanair.
Die Zahl der Online-Buchungen steigt jedes Jahr beträchtlich an. Trotzdem büßen Reisebüros dabei nicht ein. In der Lombardei wurden sogar in den letzten 5 Jahren etwa 700 neue Reisebüros eröffnet. 40% der Deutschen buchten 2007 immer noch ihren Urlaub im Reisebüro.
Die Vorteile der Online-Reisebuchung liegen auf der Hand: eine riesige Vielfalt an Angebote, die man rund um die Uhr und von jedem beliebigen Ort aus buchen kann. Allerdings ist im Netz die Suche nach dem passenden Angebot meist zeitaufwändig und erfordert gute Internetkenntnisse um nicht im Bermudadreieck der Reiseportale zu verschollen.
Reisebürofans wissen was sie wollen: persönliche Beratung und Hilfe beim Preisvergleich und bei der Reiseplanung. Auch kann sich der Kunde im Reisebüro darauf verlassen, daß er am Ende die bezahlte Leistung erhaltet. Trotz der entscheidenden Fortschritte in der Sicherheit der Internetgeschäftsabwicklung haben nämlich viele immer noch ein mulmiges Gefühl beim Online-Buchen.
Und ist es billiger im Internet zu buchen als im Reisebüro? Das ist nicht immer der Fall. Dass sich die Preise gleichen liegt vorallem daran, daß sie häufig aus ein und derselben Quelle stammen (Datenbanksysteme die sowohl von Internetplattformen als auch von Reisebüros genutzt werden). Viele holen sich zuerst im Internet das beste Angebot und gehen damit dann zum Reisebüro.
Man kann zusammenfassend sagen, daß komplexe oder exotische Reisen, die viele Stationen vorsehen und eine kompetente Beratung erfordern, besser im Reisebüro gebucht werden sollten. Für die Buchung von einzelnen Reisebausteinen – z.B. Flüge, Mietauto, Bahntickets – ist das Internet mindestens ebenso gut wenn nicht sogar besser geeignet.

Nächste Ausgabe: Reiseinfos im Internet

Montag, 5. Mai 2008

Das Ende der Musik-CD

Die Compact Disc Digital Audio (CD) wurde 1979 aus der Taufe gehoben. Sie trägt Schuld daran, dass Anfang der 1990-er die gute alte Vinyl-Schallplatte fast gänzlich aus den Regalen verschwand.

Aber auch die Compact Disc ist nichts für die Ewigkeit, denn seit der Jahrtausendwende kommen die bis dato so umsatzstarken Plattenlabels aus dem Jammern nicht mehr heraus. Kritiker werfen ihnen vor, die Zeichen der Zeit – zum Beispiel die Entwicklung eines konsequenten Online-Vertriebs – verschlafen zu haben. Die Scha-densbegrenzung (Kopierschutz, Klagen gegen Internet-Musiktauschbörsen, Kampagnen nach dem Motto „Raubkopierer sind Verbrecher“) verleitet jedoch den mit der Zeit gehenden Kunden nicht dazu, mehr Musik-CDs zu kaufen.

Seit 2005 wächst die Zahl der downloadbaren Musiktitel gegen Bezahlung ständig an. Pro Lied zahlt man meist 1 bis 1,50 Euro, ein komplettes Album ist um 10 bis 12 Euro erhältlich. Zum Vergleich: eine herkömmliche CD kostet in Italien derzeit 19 bis 20 Euro. Manche Online-Shops verkaufen indessen auch DRM-geschützte Songs und Videos. DRM ist ein Kopierschutz der verhindert, dass die Dateien auf CDs oder DVDs gebrannt werden können. Anfangs boten nur kleine Plattenlabels DRM-freie Inhalte zum Verkauf an, während die sogenannten Major-Labels (EMI, Sony usw.) in dieser Hinsicht erst seit kurzem zerknirscht klein beigeben.

Einen starken Impuls gab dem Onlinegeschäft freilich der iPod und der damit verbundene iTunes Store. Dort kann man sich die Songs für den iPod online erwer-ben. Zur Verdeutlichung der Marktdimension dieses virtuellen Musikmarkts: Laut Apple wurden bis zum 31. Juli 2007 neben Filmen und Fernsehserien mehr als drei Milliarden Musikstücke über den iTunes Store verkauft. Die Schallplatte gibt es nunmehr seit über 130 Jahren, obwohl sie mittlerweile nur mehr ein Nischenmarktartikel ist. Die bei ihrer Geburt hochgepriesene CD wird wohl kaum so lange überleben.

Nächste Ausgabe: Besser online oder offline den Urlaub buchen?

Montag, 21. April 2008

Musik via Mausklick

Den ersten Schritt machte vor zehn Jahren „Napster“: Völlig unkompliziert ließen sich durch diese Software mp3-Dateien über das Internet austauschen.
Es entwickelte sich ein regelrechter Tauschboom, Rechtsstreitigkeiten waren prädestiniert. 2001 wurde „Napster“ in jener Form verboten, doch gleichzeitig entstanden zahlreiche andere Programme, die auf dem P2P-System („Peer-to-Peer“, wobei „Peer“ als „gleichgestellter Rechner“ zu verstehen ist) basieren. Mit dem P2P-System kann man über ein Programm Dateien (Musik, Filme, Programme, Bilder usw. ) auf allen anderen am P2P-Netzwerk angeschlossenen Computern suchen, welche dann kostenlos direkt von Rechner zu Rechner übertragen werden. Dieses gemeinsame Teilen der Dateien nennt man „Filesharing“. Zu den beliebtesten P2PSoftwares gehören mittlerweile LimeWire, KaZaA und eMule.
Um es mal vorsichtig zu sagen, ist das Thema „Filesharing“ seit Jahren eine heiße Kartoffel, die zwischen Anwälten herumgereicht wird. Der Teufel liegt dabei wie so oft im Detail, in den genauen Definitionen und bis dato rechtlichem Neuland. Institutionen, Musikkonzerne und Konsumentenschutzvereine liefern sich harte Gefechte.
In Italien wird seit Mai 2004 mit der “Legge Urbani” die Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material, auch ohne Gewinnabsichten, strafrechtlich verfolgt. Im Prinzip vestößt aber nur jener, der etwa mp3-Dateien durch Filesharing zur Verfügung stellt gegen das Gesetz, aber nicht derjenige, der ausschließlich herunterlädt. Da aber die P2P-Programme die Dateien schon während des Download-Prozesses wieder zum Upload bereitstellen, ist der Downloader für einige Minuten (bei Filmen können es auch Stunden sein) ebenfalls illegal unterwegs. Bis heute sind jedoch keine Verurteilungen wegen dieses “passiven” Filesharings bekannt. Wohl aber wurden schon saftige Strafen für Uploader verhängt. Bei den Angeklagten handelte es sich dabei um Personen, die Tausende urheberrechtlich geschützte mp3-Dateien und Filme zur Verfügung gestellt hatten.
Zu beachten ist außerdem, dass man beim Herunterladen für Viren und Trojaner anfällig ist. Dagegen helfen Antivirenprogramme nur bedingt. Man sollte deswegen ausführbare Dateien (z.B. „.exe“) aus nicht vertrauenswürdigen Quellen möglichst meiden.
Nächste Ausgabe: Internet-Radios

Donnerstag, 10. April 2008

Nur nicht zwischen den Blogs verlorengehen

Letzte Woche haben wir gesehen, was ein Blog ist und wie er funktioniert. Wie kann man aber bei Millionen von Blogs irgendwas finden?
Einerseits kann man sich durch die Seiten der Bloganbieter (z.B. blogger.com) bei den brandneuen oder meistbesuchtesten Blogs einfach reinklicken. Man kann aber auch durch eine Suche oder durch die zuletzt hochgeladenen Bilder auf interessante Blogs stoßen. Überdies gibt es regelrechte Blogsuchmaschinen wie www.technorati.com.

So habe ich auch einige meiner Lieblingsblogs entdeckt:
www.spaghetti-mit-knoedel.com (da wird ganz offen über Südtirol philosophiert, geschimpft und auch gespottet)
www.nonsolomamma.com(das italienweit wohl meistgelesene Tagebuch einer Supermutti, mamma mia)
www.ehrensenf.de/blog(ein Internet-TV mitsamt Blog)
www.viply.de (Klatsch & Tratsch über Hollywood Stars, Sternchen und die ganzen Bussitussis)

Zum Glück muss ich mich nicht jeden Tag durch diese und andere Blogs durchklicken, um zu sehen, was es Neues gibt... Es gibt nämlich ein Programm, das dies
für mich erledigt: den RSS-Reader (z.B. FeedReader www.feedreader.com). Fast alle Blogs und Portale stellen einen sog. RSS-Feed zur Verfügung. Erkennbar sind solche Feeds durch einen Link, der meist mit diesem Symbol signalisiert wird:

So „füttert“ man einfach den Reader mit der Adresse des RSS-Feeds und lässt sich bedienen. Das Programm benachrichtigt mich bei jedem neuen Eintrag. Die Browser Internet Explorer 7 und Firefox haben einen einfachen Reader bereits integriert.

Nächste Ausgabe: Musik im Netz

Donnerstag, 3. April 2008

(We)Blogs

Im Londoner Hyde Park gibt es eine Ecke wo jeder den Zuhörern seine Meinung über ein beliebiges Thema mitteilen kann. Der „Speakers Corner“ des Webs hingegen ist der Weblog, kurz: Blog.
Der Inhaber eines Blogs stellt dort Texte, Bilder, Audiodateien (auch Podcasts genannt) oder Videos rein. Ein jeder Eintrag, den er im Blog veröffentlicht, heißt Post. Wenn du also jemand sagen hörst „Ich bin ein Blogger und poste regelmäßig“ will das nicht heißen, daß er ein schräger Postgänger ist. ;-)
Posts können in der Regel von jedem Leser kommentiert werden.
Je nach Blog kann der Blogger entscheiden, ob dieser für das gesamte WWW frei zugänglich ist oder ob nur von ihm ausgewählte Personen daran Zugang haben. Auch werden auf manchen Blogs die Kommentare nicht gleich veröffentlicht sondern vorher vom Blogger kontrolliert.
Ein Blog kann ein zentrales Thema haben oder einfach nur eine Art Tagebuch sein. Er kann von mehreren Bloggern gleichzeitig gepflegt werden oder nur von einer Person.
Genauso wie Social Networks ist auch ein Blog häufig die Geburtsstätte von Communities: von virtuellen Gemeinschaften. Es bildet sich ein Kreis von treuen Besuchern (welche sich nicht unbedingt im realen Leben kennen, meist sind es Personen die zufällig auf das Blog gestoßen sind), die regelmäßig auf die Seite kommen und die Posts lesen und meist auch kommentieren. Übrigends: wenn du ein Blog gefunden hast, das dich anspricht und du nicht jeden Tag die Seite aufrufen willst um zu sehen ob ein neuer Post online ist, dann gibt es ein nützliches Programm das dich automatisch benachrichtigt sobald es etwas neues zu lesen gibt... aber darüber und über meine Lieblingsblogs werde ich das nächste Mal berichten.
Einige Seiten wo du dir dein Blog erstellen kannst:
www.blogger.com
www.wordpress.com
www.splinder.com

Donnerstag, 27. März 2008

Virtual Social Networks

„Als ich vor drei Jahren Facebook ins Leben gerufen habe, wollte ich den Leuten einen besseren Überblick über ihr Umfeld ermöglichen“, erklärt Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook und mit 23 Jahren jüngster Milliardär der Welt. Facebook ist ein Portal, wo jeder ein persönliches Profil anlegen und Kontakte zu Freunden, Studenten oder Mitarbeitern pflegen kann. Ganze Fotoalben werden ins Netz gestellt, interne Nachrichten gesendet und somit entwickeln sich nach und nach virtuelle Beziehungen mit realem Gruppengefühl. Die eigene Seite kann wahlweise nur für Freunde, für alle Mitglieder oder für jedermann sichtbar sein. Ähnlich wie Facebook sind MySpace, Badoo, Orkut, LinkedIn, Viadeo oder die im deutschen Sprachraum beliebten studiVZ und meinVZ aufgebaut, die zueinander im Konkurrenzverhältnis stehen. Einige von diesen wurden eigens für Studenten (z.B. um die Kontakte zu Erasmus-Freunden zu pflegen) oder für Freiberuflern (um neue Arbeitskontakte zu knüpfen) konzipiert. Sie alle sind Bekanntschaften- Netzwerke. Um den derzeit hohen Beliebtheitsgrad von Social Networks zu veranschaulichen: studiVZ. net ist mit 6 Milliarden Seitenaufrufen pro Monat die meistgeklickte Seite im deutschsprachigen Raum. Facebook ist weltweit eine der beliebtesten, weil es am meisten Möglichkeiten bietet.

Dienstag, 18. März 2008

Virtuelle Gemeinschaft, reales Gruppengefühl

Es ist gar nicht so lange her, als man unter “im Web Leute kennenlernen” und “chatten” ein und dasselbe verstand. Ich selbst sah damals den Chatter häufig als Außenseiter an. Ich stellte mir den Chatter als einen bleichen Sonderling vor, der lieber nächtelang vor dem PC sitzt und einem ähnlich seltsamen Freak aus Australien die eigenen Probleme anvertraut anstatt mit ein paar Freunden auszugehen und zu plaudern. Und dann gab es sogar einige, die von Tramin nach Auer chatteten!

Derweil haben aber viele zwischen einem ;-) und einem **grins** die Liebe gefunden, eine echte Liebe mit intensiven Gefühlen. Zusehends verblasste schließlich der Reiz des Chattens mit wildfremden Menschen. Man wollte mehr als bloß miteinander reden, neue Bedürfnisse wollten gestillt werden und der Computer hatte immer neue Lösungen parat: Ein bloßer Chat war schließlich nur ein sehr begrenztes Werkzeug, um Erfahrungen zu schildern, Fotos auszutauschen und sein Umfeld darzustellen.

Mittlerweile haben sich im Netz eine Reihe neuer Kommunikationsformen gebildet und auch etabliert: Blogs, Foren, Social Networks, User Groups…
Und siehe da, auch ich ließ mich von diesem Trend anstecken, habe meinen Blog erstellt und bin in einem Social Network aufgelistet. Was das alles zu bedeuten hat, werde ich demnächst erläutern.

Heute, im Jahr acht nach 2000, geht es nicht mehr bloß darum, per Mausklick neue Bekanntschaften zu machen. Heute hat man die Möglichkeit, lesend und schreibend sich IM Web und DAS WEB zu bewegen – willkommen in der sogenannten Generation Web 2.0. Man ist Teil eines großen Kosmos und bastelt in einem kleinen Space stetig an seiner virtuellen Identität herum, um die sich eine eigene Welt entwickelt. Programmierkenntnisse sind hierzu keinesfalls nötig. Die Teilnehmer dieser kleinen Welt bilden eine Community, eine Gemeinschaft, und es ist egal, ob man sich in der realen Welt kennt oder nicht. Auch wenn man diese Leute im echten Leben nie gesehen oder ihre Stimme nie gehört hat, entwickelt man trotzdem eine Vertrautheit, ein spezielles Zugehörigkeitsgefühl. Über diesen sozialen Aspekt hinaus gibt es jedoch eine Reihe weiterer Aspekte, welche den Aufbau von interaktiven Beziehungen interessant machen, man denke nur an berufliche oder ökonomische Interessen (siehe die enormen Investitionen in Second Life, siehe Facebook-Gründer Marc Zuckerberg, der jüngste Milliardär aller Zeiten) oder eine neue, zwanglose Art des Journalismus.

Jedenfalls scheint es heute so, dass wir erst am Anfang einer neuen Epoche stehen und mit der rasanten Entwicklung der Computertechnologie auch die menschliche Kommunikation neue Wege geht.